Hat man sich als Start-Up oder als bereits etabliertes Unternehmen dazu entschlossen, Künstliche Intelligenz in die Firmenprozesse mit einzubinden, sieht man sich mit großen Herausforderungen konfrontiert. Hier zeigen wir einige Hindernisse auf, die Sie auf dem Weg zum Erfolg überwinden werden müssen – und geben Tipps wie dies gelingen kann.

Dass Unternehmen, die Künstliche Intelligenz in ihre Prozesse eingebunden haben, mehr Gewinne erzielen als vergleichbare Unternehmen, die KI noch nicht integriert haben, hat ein KI-Forschungsbericht des McKinsey Gobal Institut kürzlich nachgewiesen. Der Weg zum Erfolg ist allerdings auch in diesem Fall meist ein steiniger. Garantierte Erfolgsrezepte und Standards existieren nicht – und genau das lässt viele Unternehmen derzeit noch vor dem Schritt Abstand nehmen, eine KI-Strategie zu entwickeln.

Hier finden Sie einige Hindernisse und Herausforderungen, die bei der Einführung von KI in ihr Unternehmen auftreten können:

1. Mangelndes Wissen und falsche Erwartungshaltung

Viele Unternehmer vor allem von bestehenden Unternehmen in etablierten Branchen, mussten sich bisher wenig mit modernen Entwicklungen in der Informationstechnologie auseinandersetzen. Da KI seit gut drei Jahren jedoch in aller Munde ist, und von vielen Experten und Marktforschungsinstituten als Heilsbringer zur mehr Wettbewerbsfähigkeit und Fitness für die Zukunft gepriesen wird, müssen sich auch diese Unternehmen nun mit KI beschäftigen, um nicht als innovationsfeindlich abgestempelt zu werden. Und klar erscheint nicht zuletzt auch, dass Unternehmen, die diesen Bereich ignorieren, hier eine wichtige Gelegenheit verpassen, rechtzeitig fit für die Zukunft zu werden.

Decondia - KI essentiell für die Digitale Transformation

Diese Tatsachen ändern jedoch nichts daran, dass viele Manager schlichtweg zu wenig über diese neue Technologie wissen. Dass man aufgrund mangelnden Wissens KI zumindest nicht ignoriert, ist schon mal als positiv zu werten – die nächste Falle lauert jedoch nicht weit entfernt: Denn ein Mangel an Kenntnis über die Möglichkeiten und Funktionsweisen von KI kann leicht zu falschen Erwartungshaltungen und Missverständnissen führen, die eine KI-Strategie letztlich scheitern lassen könnten – egal wie groß die Investitionen waren.

Mit dem Entschluss, KI eine Chance zu geben, sollten Manager daher auf jeden Fall zumindest ansatzweise verstehen, was die neu zu schaffende KI-Abteilung zu leisten imstande ist, und unter welchen Voraussetzungen diese optimal arbeiten können. Ansonsten sind Missverständnisse vorprogrammiert.

Hierzu gehört neben den nötigen Budgets und Investitionen in die Hardware nicht zuletzt die Verfügbarkeit von Daten. Denn ohne Daten kann selbst der beste KI-Entwickler kaum brauchbare Ergebnisse erzielen. Auch das Team selbst muss sorgfältig zusammengestellt werden..

2. Schwammige Zielsetzungen vermeiden

Wenn die Entscheidung für eine KI-Strategie gefallen ist, und ein Basiswissen vorhanden ist, sollte sich das Unternehmen Gedanken darüber machen, was der konkrete Nutzen von KI sein soll. Ist geplant, KI zur Optimierung der Kundenkommunikation einzusetzen? Oder etwa zur Prozessoptimierung in industriellen Abläufen? Sollen Verwaltungsaufgaben von KI übernommen werden, um das Office zu entlasten? Diese Fragen sind grundsätzlich im Voraus zu klären, da letztlich auch das KI-Team nach diesen Kriterien zusammengestellt werden muss.

Artificial Intelligence Ai GIF by Emil Lindén - Find & Share on GIPHY

Denn selbstverständlich finden auch im Bereich KI längst Spezialisierungen statt. Es empfiehlt sich, in dieser Phase KI-Berater zu konsultieren. Diese sind darauf spezialisiert, die Möglichkeiten auszuloten, die KI für das jeweilige Unternehmen bringen kann, und wie eine solche Aufgabe am besten geplant werden kann.

3. Falsche Zusammensetzung des Teams

Stehen die Ziele, die man durch die Integration von KI in das Unternehmen erreichen will, erst einmal fest, kann man sich Gedanken darüber machen, die das Team aussehen muss, dass diese Aufgaben lösen soll. Auch im Bereich KI gibt es unterschiedliche Bereiche, auf die je nach Zielsetzung mehr oder weniger Gewicht gelegt werden muss. Nur wenn das Team für die jeweiligen Aufgaben gut zusammengesetzt wurde, und über die nötigen Ressourcen und Mittel verfügt, kann es auch erfolgreich arbeiten. Dabei muss man wissen, dass KI ein interdisziplinäres Fach ist: KI-Experten können ihren Background in so unterschiedlichen Bereichen haben wie Mathematik, Philosophie, Informationstechnologie, Biologie oder etwa Psychologie.

Um ein passendes Entwicklerteam zu finden, fragen Sie sich also, was genau Sie erreichen wollen: Benötigen Sie die KI für die Auswertung von Maschinendaten? Oder möchten Sie in Bereichen der Kundenkommunikation Prozesse mithilfe von KI automatisieren oder analysieren? Diese Ziele sollten unbedingt ausschlaggebend dafür sein, nach welchen Kriterien Sie ihr Team zusammenstellen.

4. Mangelnde Verfügbarkeit von Daten für Künstliche Intelligenz

Ihre KI-Strategie sollte auf jeden Fall zumindest auf mittelfristigen Erfolg ausgelegt sein. Versprechen Sie sich nicht den unmittelbaren Durchbruch, der Ihrem Unternehmen innerhalb von wenigen Wochen einen Wachstumsschub ermöglicht. Ein KI-Team benötigt Zeit, sich einzuarbeiten, und die Firmenprozesse genau zu verstehen, um dann Lösungen finden zu können, die substantielle Verbesserungen bringen.

Auch ist es nicht unwahrscheinlich, dass Ihr Team bald herausfinden muss, dass die zur Umsetzung ihrer Ziele benötigten Daten gar nicht verfügbar sind. Dafür muss man wissen, dass Künstliche Intelligenz voll und ganz von der Verfügbarkeit nützlicher Daten abhängig ist (siehe Punkt 1). Denn mit moderner KI ist in den meisten Fällen maschinelles Lernen gemeint. Und maschinelles Lernen ist grundsätzlich nur mit der Verfügbarkeit großer Mengen geeigneter Daten möglich.

Decondia - Herausforderungen für die KI Implementation

5. Mangelnde Verfügbarkeit von Daten

Aus diesem Grund wird ihr Team vielleicht zu dem Schluss kommen, dass die ursprünglichen Ziele aktuell aufgrund mangelnder Daten nicht oder noch nicht lösbar sind. In solchen Fällen sollten Sie jedoch nicht die Geduld verlieren, sondern die nötigen Schritte in die Wege leiten, um das zu ändern. In der Zwischenzeit schenken Sie dem Team Vertrauen, und geben Sie ihm den nötigen Freiraum, vielleicht Lösungen in anderen Bereichen zu finden. Nicht selten entstehen große Vorteile und gar neue Geschäftsfelder durch KI in Bereichen, für die diese ursprünglich gar nicht vorgesehen war.

All diese Situationen können, sofern man nicht vorbereitet ist und falsch reagiert, jedes KI-Projekt zum Scheitern bringen. Wenn Sie jedoch darauf achten, das Umfeld für ein KI-Team zu optimieren, ihm den nötigen Freiraum geben, und Geduld wie Unvoreingenommenheit aufbringen, dann steigen die Chancen deutlich, KI auch in Ihr Unternehmen erfolgreich zu integrieren.

Unser letzter Blog Post – KI und die Mitarbeiter – Mitarbeiter und die Einführung von KI